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31.03.2020 · Newsletter Nr. 02/2020
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Sehr geehrte Damen und Herren,

das Jahr 2020 begann für uns relativ erfreulich mit dem erfolgreichen Verkauf unseres Alternativen Investmentfonds „Buss Investment 1". Seit Januar hat das Coronavirus die Welt und die Containerschifffahrt jedoch fest im Griff. Für uns ist es wichtig, Ihnen auch in dieser Phase die Marktmechanismen des Containerleasingmarktes sowie unsere Einschätzung zur aktuellen Situation mitzuteilen.

Trotz Coronakrise gibt es aber noch mehr zu berichten: 1920 wurde die Buss-Gruppe als Gerd Buss Stauerei gegründet. Auch wenn uns momentan nicht zum Feiern zumute ist und wir unsere geplanten Produkte verschieben werden, nehmen wir Sie in den Newslettern mit auf die Reise durch die 100-jährige Buss-Geschichte.

Wir wünschen Ihnen in dieser schweren Zeit viel Kraft und Durchhaltevermögen. Vor allem aber: Bleiben Sie gesund!

In dieser Ausgabe:
- RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Absturz im Februar
- Einschätzung zur Auswirkung der Coronakrise auf den Containerleasingmarkt
- Neue Produkte 2020 verschoben
- 100 Jahre Buss - 1920 wird die Buss-Gruppe als Gerd Buss Stauerei gegründet …

RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Absturz im Februar

Der Containerumschlag-Index des RWI und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) ist nach der aktuellen Schnellschätzung saisonbereinigt im Februar um 10,9 Punkte auf 102,5 gesunken. – Das ist der stärkste jemals beobachtete monatliche Rückgang. Treibende Kräfte dieser Entwicklung waren die chinesischen Häfen.

Aber auch die Häfen an der Westküste der USA schlugen deutlich weniger Container um. In China dürfte das Minus vor allem fehlende Verladekapazitäten widerspiegeln, weil viele Arbeitskräfte nach dem chinesischen Neujahrsfest aufgrund von Quarantäne-Maßnahmen verspätet in die Häfen zurückkehrten.

Die aufgrund der COVID-19-Epidemie gesunkene Industrieproduktion und die daraus resultierenden sinkenden Ein- und Ausfuhren dürften sich erst im März voll bemerkbar machen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die nächsten Monate entwickeln und welche Auswirkungen die Entwicklungen am Ende auf das Containerleasing haben.

Einschätzung zur Auswirkung der Coronakrise auf den Containerleasingmarkt

Nachdem es zunächst nur in China einschneidende Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus mit entsprechenden negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft gegeben hat, haben die aktuellen Entwicklungen (Mitte März 2020) auch erhebliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft.

Während sich in China die Situation bereits wieder deutlich verbessert hat, werden nun in vielen anderen Ländern ähnlich einschneidende Maßnahmen umgesetzt. Trotz dieses sehr problematischen Umfelds dürften die Auswirkungen der Coronakrise auf den Containerleasingmarkt nach Auffassung großer Containerleasinggesellschaften eher geringfügig sein.

Zwar wird der Bedarf an neuen Containern Anfang des Jahres weit geringer ausfallen als ursprünglich erwartet. Dies ist jedoch für den Markt unproblematisch, da Containerleasinggesellschaften entsprechend weniger Container bestellen. Die Containerproduktion ist dementsprechend bislang auf einem extrem niedrigen Niveau. Mittelfristig könnte dies sogar positiv für das Geschäft der Containerleasinggesellschaften sein: Wenn sich der Welthandel wieder normalisiert, steht dem dann wieder erhöhten Containerbedarf ein geringeres Kontingent sofort verfügbarer Container gegenüber. Diese Einschätzung wird auch davon gestützt, dass die Auslastung der bestehenden Containerflotte unverändert hoch ist. Es werden zwar wenig neue Container angemietet, aber es werden auch wenig alte zurückgegeben.

Die Auslastung bestehender Containerflotten ist daher aktuell weiterhin gut. Ein derzeit noch nicht abschließend einzuschätzender Unsicherheitsfaktor ist die Zahlungskraft der Mieter. Durch die negativen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft könnte sich die wirtschaftliche Situation einzelner Mieter verschlechtern. Hier ist eine besonders enge Überwachung in den nächsten Monaten sehr wichtig.

Neue Produkte 2020 verschoben

Aufgrund der geschilderten Marktsituation und der geänderten Rahmenbedingungen haben wir uns dazu entschieden, unsere geplanten Produkte zu verschieben. Wir sind für Sie natürlich weiterhin wie gewohnt unter den bekannten Telefonnummern zu erreichen. 

100 Jahre Buss - 1920 wird die Buss-Gruppe als Gerd Buss Stauerei gegründet …

Im ostfriesischen Großefehn, wo Firmengründer Gerd Buss 1884 das Licht der Welt erblickte, spielte die Seefahrt traditionell eine große Rolle. So verwundert es nicht, dass Gerd Buss Nautischer Offizier wurde und in dieser Zeit Erfahrung mit dem Umschlag und dem Stauen von Ladung sammelte.

Der Erste Weltkrieg brachte das Geschäft seines Arbeitgebers, der Oldenburg-Portugiesischen Dampfschiffs-Rhederei (OPDR) zum Erliegen. Nach seiner Entlassung aus britischer Gefangenschaft fasste Gerd Buss den Entschluss, sich 1920 als Stauer im Hamburger Hafen selbstständig zu machen: Er gründete die Gerd Buss Stauerei, aus der später die Buss-Gruppe hervorgehen wird. Ein Jahr später nahm er seinen Bruder Hinrich als Partner in die Firma auf. Hinrich war gelernter Schiffsmakler und verstand die Kundenseite – Reedereien sowie Handel und Industrie.

Chronologie. Die Jahre von 1920–1950

Die Anfänge

Rasch erholte sich der Hafenumschlag nach dem Ersten Weltkrieg. Es war genug Ladung da, die ge- und entladen werden musste – die Stauerei Gerd Buss nahm am 1. August 1920 ihren Betrieb auf. In lediglich zehn Jahren gelang es der Firma, sich zu einer der größten Stauereien Hamburgs zu entwickeln.

Der Schwarze Freitag im Jahre 1929 war allerdings der Beginn einer weltweiten Wirtschaftskrise, die zu einem deutlichen Rückgang des Umschlags im Hamburger Hafen führte.

Drittes Reich und Zweiter Weltkrieg

Trotz des wirtschaftlichen Aufschwungs nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 erreichte der Hamburger Hafen nicht mehr das Umschlagsvolumen, das er vor der Wirtschaftskrise hatte. Denn das Deutsche Reich wollte sich so weit wie möglich von Importen unabhängig machen.

Der Zweite Weltkrieg brachte schließlich den Hamburger Hafen fast vollständig zum Erliegen. Die Barkassen der Stauerei Buss wurden im späteren Kriegsverlauf für militärische Zwecke beschlagnahmt.

Wiederaufbau und Wirtschaftswunder

Nach Kriegsende glich der Hamburger Hafen einer Trümmerlandschaft. Mit Wiederaufnahme der deutschen Handelsschifffahrt konnten jedoch alte Kunden zurückgewonnen werden.

1946 wurde Jürgen Buss, Sohn von Gerd, weiterer Gesellschafter. In den Wirtschaftswunderjahren erlebte die Firma mit dem boomenden deutschen Export eine Blütezeit, so zum Beispiel mit dem Umschlag von Volkswagen in Hamburg und später auch in Emden.

Rechtlicher Hinweis: Der Erwerb der oben genannten Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen. Der in Aussicht gestellte Ertrag ist nicht gewährleistet und kann auch niedriger ausfallen.

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