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27.05.2020 · Newsletter Nr. 04/2020
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Sehr geehrte Damen und Herren,

aller guten Dinge sind drei. Nachdem wir im Juni letzten Jahres den großen Teil der Tankcontainerflotte über Plan verkaufen konnten, so können wir nun den erfolgreichen Verkauf weiterer acht Standardtankcontainer-Direktinvestments melden. Alle acht Investments konnten im Plan oder besser verkauft werden. Das ist bereits die dritte erfolgreiche Verkaufsmeldung in diesem Jahr und die vierte innerhalb der letzten zwölf Monate. Die Containerproduktion ist hingegen auf einem historischen Tief. Seit 2009 wurden nicht mehr so wenig Container gebaut. In unserem Rückblick zur 100-jährigen Buss-Geschichte berichten wir über den Wandel von Buss in den Jahren 1970–1980.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und bleiben Sie gesund.

In dieser Ausgabe:
- Bei Containerinvestments liegt die Wahrheit im Exit
- Vierter erfolgreicher Exit in den letzten zwölf Monaten
- Containerproduktion auf historischem Tief – seit 2009 wurden nicht mehr so wenig Container gebaut
- 100 Jahre Buss – Buss im Wandel

Bei Containerinvestments liegt die Wahrheit im Exit

Wir haben die letzten acht von insgesamt 29 Tankcontainer-Direktinvestments aufgelöst. Insgesamt erhielten 131 Anleger im Mai 2020 ihre Schlussauszahlungen von der Emittentin Buss Global Direct. Alle acht Direktinvestments liefen plangemäß oder besser.

Im Zuge des Exits erwarb die Buss Global Direct plangemäß die verbliebenen 283 Container von unseren Anlegern zurück. Für die Angebote mit den Nummern 47, 51, 60, 61 und 64 erfolgte der Kauf vertragskonform mit Ablauf des ersten Quartals 2020. Für diese Investments lag die durchschnittliche Rendite (IRR) bei den prognostizierten 3,3 bis 5,0 Prozent. Der Rückkauf der Angebote mit den Nummern 53, 71 und 72 wurde um bis zu zwölf Monate vorgezogen. Anleger dieser Investments konnten sich über einen Mehrertrag zwischen 0,6 und 1,7 Prozentpunkten freuen, sie erzielten im Schnitt eine Rendite (IRR) zwischen 4,3 und 5,7 Prozent.

Die von der Buss Global Direct übernommenen Container im Umfang von 3.100 CEU (Cost Equivalent Unit) wurden bereits an den französischen Staatskonzern Ermewa Group verkauft. Sie sind damit Teil eines größeren Verkaufspakets der Buss Global Direct. Insgesamt umfasste die vereinbarte Transaktion eine Tankcontainerflotte mit rund 51.200 CEU und ist damit die größte Verkaufstransaktion im Tankcontainersegment der letzten Jahre.

Von dem erfolgreichen Verkauf an einen externen Partner profitieren insbesondere die Anleger der 29 Tankcontainer-Direktinvestments von Buss Global Direct: Alle Investments konnten plangemäß oder besser aufgelöst werden.

"In dieser insgesamt schwierigen Phase sind wir sehr zufrieden mit dem Ergebnis für unsere Anleger. Denn erst zum Schluss zeigt sich, ob ein Containerinvestment sauber kalkuliert ist und ob die Bewertung der Container sich tatsächlich im Rahmen eines Verkaufs an externe Dritte realisieren lässt. Bei Containerinvestments gilt daher: Die Wahrheit liegt im Exit", so Dr. Dirk Baldeweg, geschäftsführender Gesellschafter von Buss Capital.

Vierter erfolgreicher Exit in den letzten zwölf Monaten

Die erfolgreiche Auflösung der acht Tankcontainer-Direktinvestments ist der vierte erfolgreiche Exit den Buss Capital innerhalb der letzten zwölf Monate realisiert hat – alle im oder über Plan. Zuletzt konnten der Buss Investment 1 und der Buss Immobilienfonds 2 im ersten Quartal 2020 seine Anleger auszahlen. 14 Direktinvestments der Tankcontainerflotte wurden bereits im Juni 2019 erfolgreich verkauft.

Mit neuen Investitionen hat sich Buss seit 2019 zunächst zurückgehalten. „Wir haben uns vorrangig auf das Assetmanagement konzentriert und aufgrund der Marktsituation keine neuen Produkte aufgelegt. Mit der Leistung im Assetmanagement sind wir sehr zufrieden und haben uns damit für die Zukunft positioniert. Zufriedene Anleger sowie Kompetenz im Assetmanagement sind die Erfolgsfaktoren für eine stabile Zukunft“, sagt Marc Nagel, Geschäftsführer von Buss Capital. Ein neues Angebot haben wir vorerst aufgrund der Coronakrise verschoben und werden dieses je nach Marktsituation Ende des zweiten Quartals in den Vertrieb geben.

Containerproduktion auf historischem Tief – seit 2009 wurden nicht mehr so wenig Container gebaut

Im Rahmen unserer Serie zur Entwicklung des Containerleasingmarkts betrachten wir mit der Containerproduktion dieses Mal explizit die Angebotsseite des Markts. Wie in den letzten Newslettern schon erläutert hat sich die Containerproduktion als Folge des deutlichen Einbruchs des Containerumschlags aufgrund der Coronakrise deutlich angepasst.

Im ersten Quartal 2020 wurden lediglich 351.000 TEU an Standardcontainern produziert – ein Rückgang von 33 Prozent gegenüber des vierten Quartals 2019 und 35 Prozent weniger gegenüber des ersten Quartals 2019. Insgesamt lag die Containerproduktion im ersten Quartal 2020 bei rund 425.000 TEU (Standard-, Kühl- und Spezialcontainer). Das geht aus dem Drewry-Report des ersten Quartals 2020 hervor und ist seit dem Jahr 2009 die niedrigste Produktionszahl.

Durch die deutliche Einschränkung der Produktion kann sich die Weltcontainerflotte schneller an die Nachfragesituation anpassen. Da pro Jahr etwas mehr als 2 Mio. TEU an alten Containern aus der Weltcontainerflotte ausscheiden, wird diese voraussichtlich im Jahr 2020 erstmals seit 2009 wieder schrumpfen. Dies ist eine positive Ausgangslage für die Zeit, in der der Welthandelt wieder steigt. Bereits im Jahr 2010 hat sich dies sehr deutlich gezeigt, als nach einem Jahr mit extrem geringer Produktion eine steigende Containernachfrage auf ein begrenztes Containerangebot traf. Wir informieren Sie über die weitere Entwicklung.

100 Jahre Buss – Buss im Wandel

Ein halbes Jahrhundert

Zum 50. Jubiläum im Jahre 1970 hat Buss mehr als 800 feste Mitarbeiter und unterhält elf Hafenbetriebe – von der klassischen Stauerei über Barkassenvermietung und Palettenanfertigung bis hin zu Dienstleistungen rund um den Container.


Chronologie: Die Jahre von 1970–1980

Buss geht an Land

In den 70er-Jahren gewinnt die Containerisierung so rasch an Dynamik, dass große Teile des klassischen Stauereigeschäfts von Buss überflüssig werden. Es war bis dahin immer noch unser Kerngeschäft. Um im Hafenumschlag zu bleiben, beschließt Buss, an Land zu gehen und eigene Terminals zu betreiben. Da Jürgen Buss weiter an das konventionelle Umschlagsgeschäft glaubt, kauft er Stückgutterminals und entwickelt zunächst keine Containerterminals. Möglich wurde der Kauf, weil einige private Betriebe solche Terminals im Zuge der Containerisierung aufgeben wollten. 

Gründung einer Finanzholding mit Aug. Bolten Wm. Miller's Nachfolger

Für den Kauf von Terminals verfügt die Firma jedoch nicht über die notwendige Finanzkraft, sodass Buss eine gemeinsame Finanzholding mit der Reederei Aug. Bolten gründet. Gesellschafter von Aug. Bolten waren Dr. Johan Adolf Binder und Dr. Hans Helmut Killinger, der Vater von Dr. Johann Killinger. Das Zusammenlegen des kapitalintensiven Schifffahrtsgeschäfts und des ertragsstarken Hafendienstleistungsgeschäfts von Buss bedeutet erhebliche steuerliche Vorteile für Buss und eine deutlich „stärkere“ Bilanz für Aug Bolten.

Terminalakquisitionen

In der damaligen Annahme, dass nur die Hauptrouten zwischen den Industrieländern in Nordamerika, Westeuropa und Ostasien containerisiert würden, fokussiert sich Buss auf die containerfreien Routen mit anderen Teilen der Welt. Um hier das Geschäft für die Stauerei zu sichern und gegen den Container zu "verteidigen", kauft Buss konventionelle Kaibetriebe. Nach dem Rosskai kommen Anfang der 80er-Jahre das Afrika-Terminal, das Kuhwerder-Terminal und das Tollerort-Terminal, das später zum Vollcontainerterminal ausgebaut wird, dazu. Die wichtigsten Kunden an den Terminals werden die Staatsreedereien des Ostblocks und die der Länder der Dritten Welt, da sie aus Kostengründen eine Containerisierung scheuen und nach wie vor den Stückguttransport in Kisten, Säcken und Ballen bevorzugen. Neben dem Einstieg in den Terminalbetrieb in Hamburg beteiligt sich Buss an Terminals in Emden und Brunsbüttel.

Rechtlicher Hinweis: Der Erwerb der oben genannten Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen. Der in Aussicht gestellte Ertrag ist nicht gewährleistet und kann auch niedriger ausfallen.

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