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25.06.2020 · Newsletter Nr. 05/2020
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Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben den Buss Investmentreport 2019/2020 aktualisiert und veröffentlicht. Sie können ihn hier herunterladen. Während das größte Containerschiff der Welt in Hamburg war, ging der Containerumschlag-Index weiter zurück. Er scheint sein Tief erst langsam zu finden. Kurz bevor der Sommer richtig beginnt, berichten wir in unserem Jubiläumsjahr zur 100-jährigen Buss-Geschichte über unseren Einstieg ins Containergeschäft.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und bleiben Sie gesund!

In dieser Ausgabe:
- Investmentreport 2019/2020 veröffentlicht
- Das größte Containerschiff der Welt sagt: Moin!
- Der Containerumschlag-Index sinkt um 6,5 Prozent
- 100 Jahre Buss – die Jahre von 1981–2000

Investmentreport 2019/2020 veröffentlicht

Wie gewohnt veröffentlichen wir heute – Ende Juni – unseren Investmentreport für das Jahr 2019/2020. Der Berichtszeitraum stand im Zeichen eines aktiven Assetmanagements mit der größten Verkaufstransaktion im Tankcontainersegment der letzten Jahre. Insgesamt hat Buss Capital 44 Direktinvestments mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 212 Millionen Euro an private Anleger vertrieben. Davon wurden bisher 34 Direktinvestments mit einem Volumen von rund 148 Millionen Euro erfolgreich aufgelöst.

Alle 34 Tank- und Standardcontainerdirektinvestments haben bis zum 30. Mai 2020 vertragsgemäße oder überplanmäßige Auszahlungen an die Anleger geleistet. Die 34 Publikums-Direktinvestments in Standard- und Tankcontainer haben bis Ende Mai 2020 Mietzahlungen in Höhe von insgesamt rund 17,3 Millionen US-Dollar und rund 24,3 Millionen Euro sowie Rückkaufpreiszahlungen in Höhe von insgesamt rund 37,1 Millionen US-Dollar und rund 92 Millionen Euro geleistet.

Die Auszahlungen der zehn Offshore-Direktinvestments blieben aufgrund des nach wie vor schwachen Marktumfelds dagegen hinter den Erwartungen zurück.

Auszahlungen zu betrachten ist wenig aussagekräftig

Der Investmentreport gibt einen Überblick über aktuelle Marktentwicklungen und stellt kalkulierte und geleistete Auszahlungen bzw. Vermögensmehrungen gegenüber. Daneben bildet er auch den Jahresabschluss der Emittentin und Vertragspartnerin für Tank- und Standardcontainer-Direktinvestments, Buss Global Direct (U.K.), ab.

Dazu sagt unser geschäftsführender Gesellschafter Dr. Dirk Baldeweg: „Unserer Ansicht nach ist es wenig aussagekräftig, ausschließlich die Auszahlungen zu betrachten. Tatsächlich haben zwei Anbieter von Containerdirektinvestitionen in der Vergangenheit Insolvenz angemeldet – trotz plangemäßer Auszahlungen bis kurz vor der Insolvenzanmeldung.“

Ein Blick in die Jahresabschlüsse der jeweiligen Anbieter hätte schnell zeigen können, dass es erhebliche Probleme gab, so Baldeweg. „Der Jahresabschluss einer Emittentin von Vermögensanlagen nach der neuen Verkaufsprospektverordnung gibt einen ausführlichen Aufschluss über die Vermögens- und Finanzlage sowie die Gewinn- und Verlustrechnung der Emittentin. An ihm kann man klar ablesen, wie sich die Emittentin wirklich entwickelt.“

Geprüfter Jahresabschluss als Qualitätskriterium

Zudem müsse Baldeweg zufolge, der Jahresabschluss einer Emittentin von einem Wirtschaftsprüfer geprüft werden: „Eine schnelle Prüfung ohne Einschränkungen ist in der Regel nur möglich, wenn die Emittentin wirtschaftlich stabil ist. Eine schnelle Veröffentlichung von geprüften Jahresabschlussberichten ist daher aus unserer Sicht ein entscheidendes Kriterium für die Qualität eines Anbieters. Mit unserem Jahresabschluss zeigen wir, dass unsere Kalkulationen in der Realität belastbar sind und einem Verkauf an externe Käufer standhalten. Getreu unserem Leitsatz: Im Exit liegt die Wahrheit!“

Der gut 40-seitige Investmentreport ist auf der Internetseite von Buss Capital veröffentlicht und kann dort heruntergeladen werden.

Das größte Containerschiff der Welt sagt: Moin!

Das größte Containerschiff der Welt war zu Besuch in Hamburg und Buss hat gewinkt. Die Zeit, in denen Containerschiffe um die 18.000 TEU als groß galten, ist längst vorbei. Das größte Containerschiff der Welt heißt „HMM Algeciras“, ist über 400 Meter lang und das neue Flaggschiff der südkoreanischen Reederei HMM. Der Megafrachter fährt auf der Route zwischen Asien und Europa und wird von einer 23-köpfigen Crew betrieben. Auf dem Schiff können rund 24.000 Container transportiert werden. Damit ist es das Maß der Dinge in der Containerschifffahrt, wenn es um Volumen geht.

Die „HMM Algeciras“ war vom 8. bis 10. Juni in Hamburg und wurde freudig begrüßt. Am Burchardkai wurden rund 8.500 Container gelöscht und geladen – darunter Konsumgüter, Nahrungs- und Genussmittel, Textilien, Elektroartikel, Maschinen und Anlagenteile, medizinische Geräte, chemische Grundprodukte und Rohstoffe jeglicher Art. Als das Schiff am 10. Juni gegen 14:00 Uhr auslief war der Vertrieb von Buss Capital dabei. Unser Vertriebler Torsten Heyn sagt: „Es war ein unglaublicher Moment, dieses Schiff live zu sehen. In meinen 16 Jahren Containererfahrung in Hamburg habe ich viele Containerschiffe gesehen. Doch das ist wieder einmal ein Superlativ.“ Marc Nagel, Geschäftsführer, kommentiert: „Als ich vor 17 Jahren im Containerleasing begann, sprach ich mit Experten im Hamburger Hafen und man dachte, Schiffe mit knapp 9.000 TEU seien groß und wesentlich größere Schiffe werde man nicht benötigen. Heute sind wir fast beim Dreifachen.“

Dann fuhr das Schiff nach Antwerpen in Belgien weiter. Und unser Vertrieb träumt von einem neuen Produkt und einem zunehmenden Containerumschlag. Der Tag war ein beeindruckendes Erlebnis.

Der Containerumschlag-Index sinkt um 6,5 Prozent

Der Containerumschlag-Index von RWI und ISL ist saisonbereinigt im April 2020 von (korrigiert) 110,4 auf 108,9 Punkten gefallen. Er liegt damit um 6,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der RWI-Konjunkturchef Torsten Schmidt erläutert dazu: „Im April ist der Containerumschlag auf den niedrigsten Wert seit drei Jahren gefallen. Ein weiterer Rückgang ist wahrscheinlich, da immer noch viele Waren verladen werden, die vor der Corona-Pandemie geordert worden waren.“

100 Jahre Buss – die Jahre von 1981–2000

Buss steigt ins Containergeschäft ein

In den 1980er-Jahren beginnt Buss, sich neben dem konventionellen Stückgutumschlag zunehmend auch mit dem Container zu beschäftigen. Das geschieht zunächst allerdings nur in Randbereichen und nicht im Umschlag von Vollcontainerschiffen. Unter anderem wird Buss Agent für die Containerleasingfirma CTI. Weiterhin betreibt Buss mobile Werkstätten für Wartung, Reparatur und Verkauf von Containern und ist an einem Projekt zur Produktion von Containern auf Kuba beteiligt.

Joint-Venture mit der Deutschen Bahn

Anfang der 1980er-Jahre gründet Buss ein Joint Venture mit der Deutschen Bahn für den Bau und Betrieb von Containerdepots im deutschen Hinterland und betreibt zuletzt 14 Depots in Deutschland und Ungarn. Unter der Firmierung Gerd Buss Drehtainer GmbH (später Gerd Buss Container Service GmbH) steigt Buss zudem ins Containerreparaturgeschäft ein. Neben dem Einstieg in den Terminalbetrieb in Hamburg beteiligt sich Buss auch an Terminals in Emden und Brunsbüttel.

Darüber hinaus baut Buss mit verschiedenen Tochterfirmen einen umfassenden Service für den konventionellen Stückgutumschlag auf. Die Staatsreederein des Ostblocks und der Länder der Dritten Welt werden dafür die wichtigsten Kunden. Fehlender Kostendruck sowie fehlendes Kapital und Know-how führen dazu, dass diese Reedereien ihre Dienste nicht containerisieren, sondern Stückgut weiterhin in Kisten, Säcken und Ballen etc. befördern.

Ende der 1980er-Jahre folgt der Einstieg in den Umschlag von Vollcontainerschiffen; das Tollerort-Terminal wird zum Containerterminal umgebaut.

Generationenwechsel und Zusammenbruch des Ostblocks

1990 scheidet Jürgen Buss, der Sohn unseres Firmengründers Gerd Buss, als Geschäftsführer und Gesellschafter der Buss-Gruppe aus. Die Gesellschafterfamilien Binder und Killinger, sowie später die Signal-Iduna-Versicherungsgruppe übertragen Olav von Maydell die Aufgabe, die Geschäfte der Gruppe während der herausfordernden 1990er-Jahre zu führen.

Der Zusammenbruch des „Ostblocks“ hat für Buss nämlich dramatische Folgen. Die Firma hatte sich in den 1970er- und 1980er-Jahren vor allem auf die konventionellen Stückgutreederein aus den Ostblock-Ländern konzentriert. Mit dem Zusammenbruch des kommunistischen Wirtschaftssystems wurden nunmehr auch die Ostblockverkehre umgestellt, sodass der Containerisierungsgrad im Hamburger Hafen auf über 95% steigt.

Buss fährt einen harten Sanierungskurs und muss Tafelsilber verkaufen

Die 1990er-Jahre sind geprägt von Bemühungen, den immer weiter rückläufigen konventionellen Umschlag zu konsolidieren. Buss musste Hunderte von Hafenarbeitern entlassen und nach und nach konventionelle Umschlagsterminals schließen. Diese Umstrukturierung und die laufenden Verluste kosteten Geld, das für Investitionen fehlte. Buss verkauft schließlich das Containerterminal Tollerort im Jahr 1995 an die HHLA. Auch von den Beteiligungen an den Containerdepots im Inland sowie den Unternehmensbeteiligungen in Emden und Brunsbüttel muss sich Buss notgedrungen trennen.

Buss steigt in das Logistik- und Logistikimmobiliengeschäft ein

Parallel zum Konsolidierungskurs im konventionellen Stückgutumschlag entwickelt Buss unter Dr. Johann Killinger in den 1990er-Jahren das Logistik- und Logistikimmobiliengeschäft. Der Logistikimmobilienbereich ist heute unter dem Namen Ixocon ein wichtiges Standbein der Buss-Gruppe. Für die Helm AG, Panasonic und andere namhafte Kunden werden moderne Logistikzentren im Hamburger Hafen errichtet. Daneben baut und betreibt Buss ab Mitte der 1990er-Jahre ein Gefahrgutlager, das modernste seiner Zeit in Deutschland.

Fortsetzung folgt im nächsten Newsletter.

Rechtlicher Hinweis: Der Erwerb von Vermögensanlagen ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen. Der in Aussicht gestellte Ertrag ist nicht gewährleistet und kann auch niedriger ausfallen.

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